En2: Wasserstoff-Wirtschaft

Aus Beschlussdatenbank
Version vom 27. August 2013, 12:08 Uhr von Julia (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gremium: Landesparteitag
Sitzung: Landesparteitag Lübeck 2012
Bezeichnung: En2
Antragsteller: Umweltforum


Beschluss: Überwiesen an Landtagsfraktion, Bundestagsfraktion

Energie in Zukunft preisgünstig, ökologisch verträglich, flexibel, sicher und leicht handhabbar sowie in nahezu beliebiger Menge bereitstellen zu können, ist eines der vordringlichen Ziele der SPD.

Nach allem Anschein hat unter anderem Wasserstoff das Potenzial, diese Forderungen erfüllen zu können.

Hinzu kommt, dass umweltfreundliche Energien, wie Photovoltaik und Windstrom, unstetige Energien sind. Das bedeutet, dass die Speicherbarkeit von Energie-Trägern, die mit diesen umweltfreundlichen Energie-Lieferanten auch in der Leistungs-Bereitstellung kompatibel sind, dringend erforderlich ist.

Wasserstoff kann über mehrere Tage und Wochen hinweg bevorratet werden und kann zudem auf unterschiedlichste Weise als Energieträger (z.B. mittels Brennstoffzelle in Elektro-Autos) eingesetzt werden.

Auf dem Gebiet der Wasserstoff-Technologie wird international intensiv geforscht. Dennoch bedarf es weiterer spezieller Forschungen, um insbesondere die Gegebenheiten am Wind-Standort Schleswig-Holstein optimal nutzen zu können. Hinzu kommt, dass aufgrund der Struktur-Entscheidungen der Bundeswehr gerade in Schleswig-Holstein Grundflächen verfügbar werden, die sich – vor allem auch im Rahmen der Konversions-Aufgabe – ideal als Standorte von groß-technischen Forschungs- und Demonstrations-Anlagen der Wasserstoff-Wirtschaft eignen.

Die SPD strebt dafür eine kombinierte Förderung des Landes, des Bundes und der Europäischen Union an.

Die SPD wird in Schleswig-Holstein drei solcher industriell ausgerichteten Kompetenz- und -Forschungs-Zentren der modernen Wasserstoff-Technologie mit unterschiedlichen Schwerpunkten einrichten und fördern.

Die Industrie ist eingeladen, sich daran zu beteiligen.

Als Standorte kommen infrage:

„Der Standort Alt Duvenstedt / Hohn vor allem für eine großflächige Untersuchung der langfristigen Herstellungs-, Transport- und Speicher-Optimierung von Wasserstoff. Hinzu kommt der bisher zu kurz gekommene Teil der Wasserstoff-Sicherheits-Forschung.

„Der Standort Seeth vor allem für eine Erforschung und Erprobung der optimalen Mischung von Wind-Energie und/oder Biogas mit Wasserstoff sowie von dessen Anwendung in einem hochreaktiven GuD-Gas-Kraftwerk.

„Der Standort Leck vor allem für Erforschung und Anwendung von Brennstoff-Zellen im mobilen (z.B. Auto und Lkw) und im stationären (Notstrom-Aggregate) Bereich. Der Messe-Standort Husum, der weltweit für Windenergie bekannt ist, soll zudem zu einem Messe-Standort für die Wasserstoff-Wirtschaft ausgebaut werden.