B1: Genehmigung und Einrichtung gymnasialer Oberstufen an Gemeinschaftsschulen (2014): Unterschied zwischen den Versionen

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Der Landesparteitag der SPD S-H fordert
Der Landesparteitag der SPD S-H fordert


die Landesregierung und das MBW auf, den in Schleswig-Holstein im Rahmen des
die Landesregierung und das MBW auf, den in Schleswig-Holstein im Rahmen des bildungspolitischen Neuaufbruchs eingeschlagenen Weg zu größerer Bildungsbeteiligung
bildungspolitischen Neuaufbruchs eingeschlagenen Weg zu größerer Bildungsbeteiligung
und -gerechtigkeit durch Genehmigung weitere gymnasialer Oberstufen an Gemeinschaftsschulen offensiv und konsequent fortzusetzen. Nur auf diesem Wege kann es gelingen, die teilweise noch weit unterdurchschnittlichen Übergangsquoten in die gymnasiale Oberstufe in einzelnen Regionen des Landes signifikant zu verbessern.
und -gerechtigkeit durch Genehmigung weitere gymnasialer Oberstufen an
Gemeinschaftsschulen offensiv und konsequent fortzusetzen. Nur auf diesem Wege kann es
gelingen, die teilweise noch weit unterdurchschnittlichen Übergangsquoten in die
gymnasiale Oberstufe in einzelnen Regionen des Landes signifikant zu verbessern.


Bei der Entscheidung über den Bedarf ist eine signifikante Steigerung der
Bei der Entscheidung über den Bedarf ist eine signifikante Steigerung der Bildungsbeteiligung in Schulen des gemeinsamen Lernens gegenüber selektiven Systemen zu berücksichtigen. Die vom Ministerium bisher für die Bedarfsplanungen zu Grunde gelegte Übergangsquote von einem Drittel der Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrganges der Sekundarstufe I ist vor diesem Hintergrund weder bildungspolitisch noch sachlich zu begründen, wie auch die Übergangsquoten innerhalb und außerhalb unseres Bundeslandes deutlich belegen. Sie liegt erheblich darüber.
Bildungsbeteiligung in Schulen des gemeinsamen Lernens gegenüber selektiven Systemen
zu berücksichtigen. Die vom Ministerium bisher für die Bedarfsplanungen zu Grunde
gelegte Übergangsquote von einem Drittel der Schülerinnen und Schüler des
Abschlussjahrganges der Sekundarstufe I ist vor diesem Hintergrund weder
bildungspolitisch noch sachlich zu begründen, wie auch die Übergangsquoten innerhalb
und außerhalb unseres Bundeslandes deutlich belegen. Sie liegt erheblich darüber.


Das Bildungsministerium gewährleistet die Qualitätssicherung im Bereich der
Das Bildungsministerium gewährleistet die Qualitätssicherung im Bereich der Unterrichtsinhalte wie auch der Abschlüsse und Übergänge an Gemeinschaftsschulen durch eine entsprechende Versorgung mit Lehrkräften. Dies bedeutet aber auch, dass Gemeinschaftsschulen mit Lehrkräften aller Bildungsgänge, also auch mit gymnasialen Lehrkräften, ausgewogen zu versorgen sind, und zwar unabhängig vom Vorhandensein einer eigenen Oberstufe.
Unterrichtsinhalte wie auch der Abschlüsse und Übergänge an Gemeinschaftsschulen durch
eine entsprechende Versorgung mit Lehrkräften. Dies bedeutet aber auch, dass
Gemeinschaftsschulen mit Lehrkräften aller Bildungsgänge, also auch mit gymnasialen
Lehrkräften, ausgewogen zu versorgen sind, und zwar unabhängig vom Vorhandensein
einer eigenen Oberstufe.


Bei Einrichtung neuer gymnasialer Oberstufen ist zudem die Stelle der Oberstufenleiterin /
Bei Einrichtung neuer gymnasialer Oberstufen ist zudem die Stelle der Oberstufenleiterin / des Oberstufenleiters unmittelbar nach Genehmigung neu im Stellenplan der Schule vorzusehen und auszuschreiben, um die organisatorischen und inhaltlichen Voraussetzungen für den Aufbau zu gewährleisten.
des Oberstufenleiters unmittelbar nach Genehmigung neu im Stellenplan der Schule
vorzusehen und auszuschreiben, um die organisatorischen und inhaltlichen
Voraussetzungen für den Aufbau zu gewährleisten.

Aktuelle Version vom 8. Oktober 2014, 14:27 Uhr

Gremium: Landesparteitag
Sitzung: Landesparteitag Lübeck 2014
Bezeichnung: B1
Antragsteller: Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten im Bildungsbereich (AfB)


Beschluss: Überwiesen an Landesparteirat

Der Landesparteitag der SPD S-H fordert

die Landesregierung und das MBW auf, den in Schleswig-Holstein im Rahmen des bildungspolitischen Neuaufbruchs eingeschlagenen Weg zu größerer Bildungsbeteiligung und -gerechtigkeit durch Genehmigung weitere gymnasialer Oberstufen an Gemeinschaftsschulen offensiv und konsequent fortzusetzen. Nur auf diesem Wege kann es gelingen, die teilweise noch weit unterdurchschnittlichen Übergangsquoten in die gymnasiale Oberstufe in einzelnen Regionen des Landes signifikant zu verbessern.

Bei der Entscheidung über den Bedarf ist eine signifikante Steigerung der Bildungsbeteiligung in Schulen des gemeinsamen Lernens gegenüber selektiven Systemen zu berücksichtigen. Die vom Ministerium bisher für die Bedarfsplanungen zu Grunde gelegte Übergangsquote von einem Drittel der Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrganges der Sekundarstufe I ist vor diesem Hintergrund weder bildungspolitisch noch sachlich zu begründen, wie auch die Übergangsquoten innerhalb und außerhalb unseres Bundeslandes deutlich belegen. Sie liegt erheblich darüber.

Das Bildungsministerium gewährleistet die Qualitätssicherung im Bereich der Unterrichtsinhalte wie auch der Abschlüsse und Übergänge an Gemeinschaftsschulen durch eine entsprechende Versorgung mit Lehrkräften. Dies bedeutet aber auch, dass Gemeinschaftsschulen mit Lehrkräften aller Bildungsgänge, also auch mit gymnasialen Lehrkräften, ausgewogen zu versorgen sind, und zwar unabhängig vom Vorhandensein einer eigenen Oberstufe.

Bei Einrichtung neuer gymnasialer Oberstufen ist zudem die Stelle der Oberstufenleiterin / des Oberstufenleiters unmittelbar nach Genehmigung neu im Stellenplan der Schule vorzusehen und auszuschreiben, um die organisatorischen und inhaltlichen Voraussetzungen für den Aufbau zu gewährleisten.