Resolution: Ächtung der Neutronenwaffe (1981)

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Gremium: Landesparteitag
Sitzung: Landesparteitag Harrislee 1981
Bezeichnung: Nicht aufgeführt
Antragsteller: Nicht aufgeführt


Beschluss: Angenommen und Überwiesen an Bundesparteitag

Der Landesparteitag der SPD Schleswig-Holstein verurteilt die im Alleingang - ohne Rücksicht auf die Verbündeten in Europa und die unmittelbar von Entscheidungen für die Neutronenwaffe betroffenen Menschen in der Bundesrepublik (als Ballungsgebiet und Aufmarschgebiet bei militärischen Konflikten) - gefällte Entscheidung zum Bau der Neutronenwaffe aufs schärfste. Er sieht in dieser Entscheidung eine gefährliche Verschärfung der Spannungen zwischen Ost und West bar jeder Vernunft.

Der Landesparteitag weist darauf hin, daß diese Entscheidung im Rahmen der gegenwärtigen Nachrüstungsdiskussion geeignet ist, die berechtigten Ängste der Menschen, insbesondere auf beiden Seiten der DDR/Bundesrepublik-Grenze, weiter zu steigern und die Angst/Haßreaktionen zwischen den Menschen verschiedener politischer Systeme in Ost und West zu fördern. Damit wird eine Politik der Friedenssicherung, der allein alle politischen und militärischen Bemühungen dienen müssen, um eine Katastrophe zu verhindern, unmöglich gemacht.

Der Landesparteitag fordert alle Genossinnen und Genossen in verantwortlichen Positionen auf, die Initiativen von Egon Bahr und allen, die sich einer Friedensbewegung verpflichtet fühlen, dadurch zu unterstützen, daß sie zur Ächtung derartiger Waffen wie der Neutronenbombe, die als negative Ausgeburt menschlichen Erfindergeistes erscheinen müssen, in Ost und West beizutragen.