B6: Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze (1983)

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Gremium: Landesparteitag
Sitzung: Landesparteitag Tönning 1983
Bezeichnung: B6
Antragsteller: Nicht aufgeführt


Beschluss: Angenommen

In fast allen kommunalen Verwaltungen wird über den eigenen Bedarf hinaus ausgebildet. Nach Aussagen des Arbeitsamtes haben die dort Ausgebildeten auf dem "freien" Arbeitsmarkt dann die besten Chancen, wenn ihre Ausbildung möglichst wenig "verwaltungstypisch" ist.

Wir fordern deshalb:

  • Städte und Gemeinden sollen sinnvolle zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen.

Möglichkeiten solcher sinnvoller Ausbildungsplätze: Steinsetzer(in)‚ Ausbildung als Kfz-Mechaniker(in), Elektriker(in) etc. bei den kommunalen Bauhöfen, den Stadtwerken, Ausbildung als Konstruktionszeichner(in), Sekretär(in) in der Verwaltung.

Angestrebt werden könnte in einigen Bereichen auch ein "Ausbildungsverbund", d. h. die Kommune organisiert eine qualifizierte Ausbildung gemeinsam mit anderen Ausbildungsträgern.

Beispiel: Gärtner(in) durch das kommunale Gartenbauamt und eine Baumschule, Kfz-Mechaniker(in) durch den Bauhof und das überbetriebliche Ausbildungszentrum.

Die SPD wird den immer bedrohender werdenden sozialen und psychologischen Folgen der Jugendarbeitslosigkeit mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln entgegenwirken. Sie wird nachdrücklich durch intensive Öffentlichkeitsarbeit auf die zunehmende materielle Not, Isolation, Gettoisierung und die Gefahr des Abgleitens der jugendlichen Arbeitslosen in Subkulturen, Kriminalität, Prostitution etc. aufmerksam machen und durch verstärkten Ausbau der Jugendsozialarbeit Möglichkeiten der Gegenwehr schaffen. Dazu gehört auch die Unterstützung von Arbeitsloseninitiativen und Selbsthilfegruppen.

Die SPD setzt sich dafür ein, daß jugendliche Arbeitslose, die keine Unterstützung erhalten, z. B. kostenlos städtische Einrichtungen wie kommunales Kino, Schwimmbäder, Konzerte, Theater, Büchereien, Volkshochschulen, Museen, Verkehrsmittel etc. besuchen bzw. benutzen können.